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Wo liegt das Problem?


Die Maschinen- und Anlagenbaubranche ist durch eine lange Auftragsabwicklungsdauer, Kleinserien- oder Einzelfertigung wertvoller und komplexer Maschinen oder Anlagen, lange Durchlaufzeiten, hohe Entwicklungs- und Fertigungskosten, eine Vielzahl von Lieferanten und Geschäftspartnern, oft auf mehreren Kontinenten verstreute Stand-, Fertigungs- und/oder Lagerorte gekennzeichnet. Zudem belegt der Maschinen- und Anlagenbau in Branchenvergleichen einen der drei führenden Plätze, gemessen an der Höhe der Working Capital Ratio und der Kapitalbindungsdauer.

Das WCM gewinnt in der Praxis oft dann an Bedeutung, wenn die Krise vor der Tür steht und wenn die Unternehmensliquidität zu knapp wird. In guten Zeiten, wenn die Exporte boomen, konzentrieren sich die Unternehmen auf die Auftragsabwicklung und den Umsatz, die Effizienz- und Optimierungsmöglichkeiten bleiben im Hintergrund.

Branchenvergleichende empirische Studien belegen, dass noch hohe Optimierungspotenziale vorhanden sind. Diese können aber nur durch einen integrierten und wertorientierten Ansatz generiert werden. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen betrachtet die Optimierung des Working Capital Managements als eine der Top-Prioritäten. Jedoch stehen viele dieser Unternehmen noch vor großen Herausforderungen, um die finanziellen Vorteile, die aus der Optimierung des Working Capital resultieren, in einen Wettbewerbsvorteil umzuwandeln.

Das Thema WCM erhielt in der Unternehmenspraxis nicht den notwendigen Stellenwert, obwohl die Verbesserung der Cash- und Renditesituation sowie der Eigenkapitalstruktur durch die Working Capital-Optimierung unbestritten ist.

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